»Auf der Bühne?! Das verlangen Sie auch noch?!«
»Als Beweis Ihrer Liebe, ja!«
»Fordern Sie jeden anderen Beweis! Treiben Sie's nicht zu weit! Sie richten mich zugrunde! Man hält mich bereits für verrückt! Meine eigenen Angestellten lassen es an der schuldigen Achtung fehlen! Wo ich mich zeige, fängt man zu flüstern an! Wenn ich jemand anrede, wendet er sich achselzuckend ab! Meine nächsten Freunde werfen mir vor, ich wäre auf meine alten Tage ein Geck geworden! Und sie haben recht! Wie sehe ich denn aus? — Angestrichen wie die Fassade meines eigenen Landhauses — geputzt wie ein Affe! — Ich, der einstige Stolz der City! Und warum? — Weil ich wahnsinnig in Sie verliebt bin — weil ich an nichts anderes denken kann als an Ihre schwarzen Augen — weil ich ganz in Ihrer Gewalt bin und dazu verdammt, jede Ihrer Launen zu befolgen! Hätte ich nur das geringste davon, ich würde kein Wort sagen! Gern opfere ich Ihnen alles! Aber Sie machen mir kaum Hoffnung! Sie zeigen mir nicht die geringste Gegenliebe! Jetzt mache ich das nicht mehr mit! Jetzt habe ich genug!«
Erschöpft von diesem Energieanfall, sank er auf einen Sessel nieder und fächelte sich mit dem Hut Kühlung zu.
»Sie vergessen Ihren Eid, Sir Josuah!«
»Ich vergesse ihn nicht! Aber ich breche ihn! Ich erkläre Ihnen hiermit in allem Ernst: wenn Sie sich nicht jetzt entschließen, die Meine zu werden, so gehe ich und kehre nicht wieder, obwohl ich weiß, daß es mein Tod sein wird!«
»Sie lieben mich also nicht?«
»Sie sehen mich hier in diesem Zustande und fragen noch? Sie haben keinen Funken von Mitleid für mich und erst recht keine Liebe!«
»Sie können überzeugt sein, daß ich mit meinen Gefühlen für Sie im reinen bin!«