»Weil es unter ihrer Würde wäre!«
Sir Josuah sperrte den Mund auf. Eine Ballettdame und Würde?! Bei fünftausend Pfund Jahresrente?! Seine Ehre als Krösus stand auf dem Spiel!
»An mir soll's nicht liegen!« sagte er, nicht ohne einen leichten Seufzer. »Wenn's sein muß, verdoppele ich die Jahresrente!«
Barberina blickte ihn kalt an.
»Ich wäre bereit«, sagte sie, »mich Lord Stuart ohne irgendeine Zusicherung hinzugeben — weil ich ihn liebe! Er könnte mir aber alle Schätze der Welt anbieten, und ich würde doch nicht die Seine werden — wenn's gegen mein Gefühl wäre! Ich bin kein Kind mehr, das man durch glitzerndes Spielzeug lockt. Ich kenne das Leben und weiß mit ihm Bescheid!«
»Ich müßte Sie also zum Altar führen?!«
»Wenn ich überhaupt an eine Verbindung mit Ihnen dächte, wäre das der einzige gangbare Weg!«
Sir Josuah kämpfte mit sich selbst. Das würde seiner Torheit die Krone aufsetzen und ihn erst recht unmöglich machen! Er sah sich von aller Welt gemieden, von seiner Familie als ein altersschwacher Tor kaum noch geduldet, sah die Verbindung mit den Stuarts unmöglich gemacht, die Lordschaft immer ferner gerückt. Aber es half alles nichts. Seine Leidenschaft war unüberwindlich!
»Nun denn«, sagte er endlich, »so bitte ich Sie, meine Gattin zu werden!«
Und somit hatte Barberina ihn da, wo sie ihn haben wollte, und konnte ihm am eigenen Leibe zeigen, wieviel ein Eheversprechen wert war!