Als Pöllnitz in seinem Resümee den Namen Capello nannte, legte Friedrich die Gabel fort.
»Capello — qu'est ce que c'est?
»Der Gesandte Venedigs in London, Sire! Ein exzellenter Kavalier! — Ein alter Bekannter von mir!«
»Und der befände sich hier in meinen Landen?«
»Ja! Er ist gestern, auf der Durchreise nach Hause, gemeldet. Wenn Majestät befehlen, werde ich ihn zu veranlassen suchen, hier in Berlin Station zu machen!«
»Wir wollen Ihm die Mühe abnehmen!« sagte Friedrich und flüsterte dem hinter seinem Stuhl stehenden Lakaien einen Befehl zu. Dann wandte er sich wieder zu Pöllnitz.
»Weiter, lieber Pöllnitz!«
Der Baron fuhr in seinem Resümee fort. Alles lauschte gespannt und höchst angeregt, und niemand schien zu bemerken, daß der König schnell einige Zeilen auf ein ihm vorgelegtes Blatt Papier warf, die Schriftzüge mit Sand bestreuen ließ, das Papier zusammenfaltete und es einem an der Tür wartenden Jäger gab.
»Sofort durch Extrakurier dem Staatsminister von Podewils zu senden!«