»Aber von großem Reiz! Ich möchte das Experiment anstellen und erteile denn unserem Freunde schweren Herzens den erbetenen Abschied aus meinen Diensten, auf daß er sich dem Witwenstand widme!«

Pöllnitz hörte zu essen auf und blickte Friedrich mit offenem Munde an.

»Majestät hätten wirklich die Gnade?«

»Ich muß wohl, lieber Pöllnitz, da Sie so prompt die Ihnen gestellte Bedingung erfüllen!«

»Ich — ich hätte —?«

»Sie haben mir soeben ein unfehlbares Mittel in die Hand gegeben, den Senat von Venedig zu zwingen, mir in der Angelegenheit der Tänzerin Barberina zu Gefallen zu sein!«

»Nicht, daß ich wüßte —!«

»Sie sind eben ein Genie, lieber Pöllnitz! Sie haben Eingebungen, ohne zu wissen woher! Sie geben sie weiter, ohne zu wissen wie!«

»Sire, wenn ich um die Gnade bitten dürfte, mir zu erklären —!«