»So Gott will, werde ich das auch tun!«

»Dazu sind Sie uns also bis hierher gefolgt?«

»Um ihr und mein Glück vor Vernichtung zu schützen, dazu bin ich hier!«

»Über Ihr Glück, Mylord, will ich mit Ihnen nicht streiten! Was aber meine Tochter betrifft, so wird sie kaum so töricht sein, das sogenannte »Glück« an Ihrer Seite der Gewogenheit eines großen Königs vorzuziehen!«

Lord Stuart wurde durch die Ankunft Barberinas verhindert, zu antworten. Und die Zärtlichkeit, mit der sie ihn begrüßte, strafte die Worte ihrer Mutter Lügen.

Sie war aber sonst sehr schlecht gelaunt.

Der Intendant hatte sie zwar sehr höflich empfangen und mit ihr das Programm für ihr erstes Auftreten besprochen, aber die erbetene Audienz wurde ihr rundweg abgeschlagen. Er hatte ihr die Antwort Friedrichs auf die Eingabe mitgeteilt, und die war in ihrer Kürze nicht dazu geeignet, sie zu beruhigen.

Was die »Mamsell« zu sagen hätte, sollte sie mit den Beinen vorbringen! Dazu wäre sie engagiert, keineswegs aber zu anderer »Konversation« befohlen! — So ungefähr hatte der Bescheid gelautet!

»Ich werd's ihm schon >vorbringen<, daß er's merkt! Fußtritte werde ich ihm tanzen! Ihm und seinem ganzen Hof! Wenn er mich dann nicht entläßt, werde ich keinen Schritt mehr auf die Bühne tun! — Setze dich, ich will's mit dir probieren!«

Sie drückte ihn auf einen Sessel nieder und fing einen ihrer wilden italienischen Bauerntänze an, den sie für ihr erstes Auftreten als Einlage gewählt hatte.