»Nun, Pöllnitz, haben wir da Seine Gefühle richtig getroffen?«
»Sire, ich würde nie im Leben zu beanspruchen wagen, als Urheber einer so schönen Improvisation zu gelten!«
»Sie gaben uns doch den Anlaß!«
»Den äußeren vielleicht! Wenn Eure Majestät mir aber gestatten, offen zu sprechen — —?«
»Wir befehlen es sogar! Hier wollen wir uns doch keinen Zwang auferlegen! Wir wollen auch nicht die Welt um das seltene Amüsement bringen — Pöllnitz offen sprechen zu hören! Also sans ceremonies, Herr Zeremonienmeister!«
»Dann möchte ich mir gehorsamst zu bemerken erlauben, daß Eure Majestät da nicht meinen Gefühlen Ausdruck gegeben haben! So intensiv äußert sich nur eigene Erfahrung!«
Friedrich runzelte die Stirn. Aber nur für einen Augenblick.
»Wir leugnen nicht, in amoureusen Dingen einige Erfahrungen gemacht zu haben! Und waren sie nicht immer nach unserem Wunsch, so sind wir doch jetzt persuadiert, eines Besseren belehrt zu werden!«
Er streichelte die Hand Barberinas.