»Nichts Schlimmes!« antwortete Rothenburg auf die Frage des Königs nach ihrem Befinden. »Sie wird bald wieder erscheinen!«

»Was hat sie denn so aufgeregt?«

»Wohl weiter nichts als einer der üblichen Maskenscherze! Eine Mystifikation, der sie zum Opfer fiel!«

»Erkläre dich näher!«

»Wir standen im heiteren Gespräch mit ihr und belustigten uns über die grotesken Krummsprünge der Masken. Da trat ein Domino an sie heran und bekomplimentierte sie im reinsten Italienisch für ihren schönen Schmuck! >Wären Sie aber auch vom Scheitel bis zur Sohle mit Brillanten bedeckt, Mademoiselle — so könnten Sie meine Blicke doch nicht blenden, daß ich nicht imstande wäre, Ihren allerschönsten Schmuck zu sehen, den Sie darunter verbergen!< — >Welchen Schmuck?< fragte sie. >Den einzigen, den Sie — in Fontainebleau als Venus trugen!<«

Friedrich lachte.

»Wir kennen die Geschichte jenes Leberfleckens! Unser braver Chambrier versäumt es niemals, uns von derartigen weltbewegenden Begebenheiten zu berichten!«

»Ein Schönheitspflästerchen war's nur! Parole d'honneur!« rief Rothenburg schnell!

»Du wirst es am Ende wissen!« antwortete Friedrich ruhig. »Und sie — wie nahm sie jene delikate Anspielung auf?«