»Du mußt!«
»Nein, nein!«
»Du hast es geschworen!«
»Das habe ich nicht!«
»Alles, was die heilige Kunst von dir verlangt, das zu tun, hast du geschworen! — Sie verlangt es jetzt von dir durch mich, durch deinen Lehrer!«
Sie starrte ihn entsetzt an.
»Was starrst du mich so an? Bin ich dir so fremd? Sind wir nicht gute Freunde geworden? Bin ich dir nicht schon mehr als ein Freund?«
»Mein Vater sind Sie«, flüsterte sie und wollte seine Hand küssen.
»Nicht so, Baberina, nicht Vater bin ich dir, auch nicht mehr Lehrer — nicht so!« Er verwehrte ihr den Handkuß und zog sie an seine Brust, küßte ihr die Stirn und die zitternden Lippen. »Ich liebe dich — ich liebe dich mehr als mein Leben! — Werde mein, und ich werde dich zu der glücklichsten — zu der größten Künstlerin machen, die je da war — nur so kann ich es!«
Er wollte sie glücklich machen! Warum bat er sie nicht, ihn zu dem Glücklichsten zu machen? Im höchsten Sturm der Erregung horchte sie bei dem Gedanken auf, es überlief sie kalt, sie riß sich los und stand auf einmal hochaufgerichtet vor ihm. Unheimlich leuchtete es aus ihren Augen, als sie fanatisch rief: