»Denkt Ihr, das bedeutet nichts, daß er die Vorstellungen von Psyche besucht hat?! Fast jeden Abend, als Babara tanzte, war er da! — Das hat Euch wenigstens zehn volle Häuser eingebracht! Da erst strömte auch der hohe Adel Abend für Abend ins Theater! Nun ja! Die Leute sind fromm! Und wo Seine Ehrwürden selbst hingingen, obwohl sie das Manifest der hohen Geistlichkeit mit unterschrieben hatten, in dem die Tänzerinnen und Sängerinnen für die größte Gefahr erklärt wurden, und worin empfohlen wurde, nur Jünglinge tanzen zu lassen, damit man weder das Ballett entbehre noch Schaden an der Seele nähme! Und nun geht er doch hin und sieht sich die Baberina an! Abend für Abend! Und mit ihm ganz Parma! Ihr müßtet ein Einsehen haben und ihr ein anständiges Honorar aussetzen!«

Fossano machte eine unwillige Bewegung.

»Nun«, rief sie dann schnell, »wenn Ihr's nicht wollt — ich rede Euch nicht drein! Was abgemacht ist, ist abgemacht! Babara macht auch so ihr Geschäft!«

Er horchte auf.

»Was meint Ihr damit?«

»Was soll ich meinen? Sie wird ja mit Geschenken überhäuft! Sie kann sich kaum noch wehren! Täglich kommen welche! Oh — es sind auch große Kostbarkeiten darunter! Seht hier diesen Solitär!«

»Von wem hat sie den?«

»Den hat ihr Ehrwürden geschenkt!«

»Du lügst!«

»Lies selbst! Der Brief war dabei!«