»Ihr Seelenheil soll fortan meine Sorge sein! Da hat kein Bischof dreinzureden!«

»Aber ——«

»Kein Aber! Entweder es bleibt dabei — oder ich gehe ohne sie nach Paris und nehme eine andere mit!«

»Eine andere wollt Ihr mitnehmen!? Ihr habt aber versprochen —«

»Wenn sie aber nicht will — wenn sie lieber zum Bischof geht, um nachher als seine Konkubine hierzubleiben!? Da kann sie doch nicht nach Paris mitgehen! Da muß ich ja eine andere mitnehmen. Seht hier — hier habe ich den Vertrag mit der Königlichen Akademie der Musik über mein Gastspiel dort. Seht nur — bereits unterschrieben — vom Prinzen Carignan, dem Generalinspekteur, selbst! Für mich und eine Partnerin, die ich mir nach Belieben aussuchen kann. Ich brauche nur den Namen auszufüllen. Nun, ich werde mir eben eine aussuchen — eine, auf die ich mich verlassen kann! Es gibt so viel Tänzerinnen — alle schön, alle talentvoll — ich werde nicht lange zu suchen brauchen!«

»Und Baberina?«

»Warum sollte ich ihrem Glück im Wege sein? Wenn sie den Bischof von Parma dem König von Frankreich vorzieht, dann mag sie eben ihren Willen haben!«

»Ihr habt mir aber versprochen — Signore!«

»Du hast mir versprochen, daß sie meine Geliebte sein sollte!«

»Das ist sie doch!«