»Durch Taten, Herr Frühbach!«
»Ja durch Taten. Ich werde das Geld, das ich Ihnen jetzt schulde, selbst verdienen, ich werde arbeiten und meine letzten Prüfungen machen. Und ich will Ihnen als anständiger, als ganzer Mann wieder entgegentreten oder nimmermehr in meinem Leben!«
»Das wäre ein Sieg über sich selbst, Herr Frühbach! Dazu gehört viel Stärke!«
»Trauen Sie mir diese Kraft, trauen Sie mir diese Willensstärke nicht zu, Fräulein Christine?«
Er hatte sich aufgerichtet. Seine Augen sprühten und drückten doch zugleich eine große Seelenpein aus: sie fühlte ahnungstief, daß sie mit ihrer Antwort über ein Schicksal entscheide. Langsam richtete sie ihr Auge voll auf ihn und sagte fest:
»Ich danke Ihnen!« Er war vor ihr niedergesunken und küßte stürmisch ihre Hände. »Sie sind wie ein guter Engel in dieses Zimmer gekommen – zur rechten Stunde! Eben wollte ich fort und hätte wohl die größte Torheit meines Lebens begangen – Sie haben mich gerettet!«
Er schwieg erschüttert. Sie stand betroffen da und wagte keine Regung, fand kein Wort.
»Sie haben mich verletzt, Fräulein Christine – und ich danke Ihnen dafür! Sie haben mich beschämt und gedemütigt ...« Er erhob sich langsam und sprach in tiefster Seelenregung: »Ich habe mich benommen wie ein toller Junge, wie ein Knabe habe ich mich benommen – können Sie mir verzeihen ...«
»Sie müssen erst die Tat ...«