»Darf ich ihm zeigen, wo man zu Herrn Baumann geht?«

»Ja, es wird gut sein, wenn du ihn begleitest,« meinte Herr Stein.

So gingen die beiden miteinander bis an Herrn Baumanns Tür.

Hans wollte aufmachen.

»Halt, zuerst mußt du doch anklopfen,« mahnte Gretchen.

Von solchen Feinheiten hatte Hans noch nichts gewußt, er war aber überzeugt, daß Gretchen alles viel besser verstand als er, und wollte sogleich mit seinem kleinen Fäustchen an die Türe pumpern, als ihn Gretchen gerade noch am Ärmel erwischte.

»So nicht,« rief sie ganz erschrocken, »bloß so mit dem Finger.« Gretchen klopfte und als Herr Baumann »herein« gerufen hatte, schob sie den Hans hinein und machte noch hinter ihm die Türe zu, denn er hätte es doch nicht getan, dachte sie.

Nun stand Hans vor Herrn Baumann. Der fragte in seiner freundlichen Weise nach der Großmutter, nach dem Vater und gab sich alle Mühe, etwas aus dem schweigsamen Kind herauszubringen. Es war aber so wenig, daß er bald merkte, auf diese Weise konnte man den Hans nicht kennen lernen. Deshalb machte er's kurz und sagte: »Hans, du kannst alle Tage eine Stunde mit dem Felix Acosta zu mir herauf kommen und bei mir lernen, willst du?«

Das erschien dem Hans als eine unerhörte Ehre und Freude, er wurde dunkelrot vor Erregung und sagte sehr deutlich: »Ich will.«