»Gut,« sprach Herr Baumann, »wenn ich an eurem Haus vorbeikomme, will ich's deiner Großmutter sagen. Jetzt kannst du wieder gehen.«

Unter der Türe wandte sich der Hans nocheinmal um, sah mit leuchtenden Augen den alten Lehrer an und sprach so recht von Herzen: »Vergelt's Gott.«

Herr Baumann verstand, was für Glück und Dankbarkeit in diesen Worten lag, die Hans wohl manchmal von seiner Großmutter hörte, und zufrieden lächelnd sagte er bei sich: Es ist der rechte für den Felix.

Nach der Schule sagte Herr Baumann zu Felix: »Kennst du den Johannes Zaiserling?«

»Ja, er ist der Kleinste und ist der Letzte, er hat den schlechtesten Wams an und spricht kein einzig Wort.«

»Das lautet nicht, als ob er dem Felix sehr gefiele,« dachte Herr Baumann bei sich, dann aber sprach er: »Ist er auch klein, so kann er doch noch wachsen, ist er jetzt der Letzte, so kann er später der Erste werden. Für den schlechten Wams kann er nichts, sein Vater ist gar arm und woher sollte er sprechen lernen, er hat nur eine taube Großmutter, seine Mutter ist lange schon tot.«

»O, hat er auch kein Mütterlein mehr?« fragte Felix voll Teilnahme.

»Nein, und ich habe gedacht, er könnte alle Tage mit dir in die Stunde zu mir kommen, dann lernt er auch besser sprechen.«

»Ja, ja, er soll nur kommen, hat er kein Mütterlein mehr, so habe ich ihn schon lieb, wir werden passen zusammen sehr gut.«