Jetzt begriff Gretchen – der Vater wollte allein mit der Mutter sein. Lachend warf sie ihr Strickzeug weg und sprang hinaus.
Ganz ungewöhnlich lang hatten die Eltern miteinander zu sprechen und als die Mutter endlich herauskam und Gretchen dachte, sie würde nun wieder zum Stricken gerufen, schien die Mutter gar nimmer daran zu denken.
»Lene,« sagte sie, »mein Mann muß um vier Uhr verreisen und kommt erst morgen Abend wieder, holen Sie die Reisetasche aus der Kammer herunter.«
»Wo geht der Vater hin?« fragte Gretchen.
»Frage ihn nur selbst.«
»Vater, wo gehst du hin?« fragte Gretchen neugierig.
»Auf den Bahnhof.«
»Und dann?«
»In den Zug.«
Gretchen konnte nicht weiter fragen, denn die Mutter kam mit Kragen und Manschetten und Lene mit der Tasche und dann wurde beraten, was mitgenommen werden sollte und Gretchen mußte die Hausschuhe herbeiholen, und so gab es ein Hin- und Herlaufen, bis es endlich Zeit war, an die Bahn zu gehen. Der Vater verabschiedete sich und Lene trug ihm die Tasche.