»Der fällt nie!« sagte Hans mit größter Bestimmtheit und ging weiter. Die Kinder hatten nur zu tun, um alle die schönen Jakobiäpfel, die Felix herunter schüttelte, aufzulesen und in ihre Körbe zu sammeln.
Draußen, am Gartenzaun, schlich einer vorbei, der warf sehnsüchtige Blicke herein: Es war des Holzhackers Franz, der kam von der Schule heim, es schlug eben fünf Uhr. Felix, von seinem hohen Posten herunter, bemerkte ihn und schnell ließ er ein paar schöne Äpfel hinaus fliegen. Der Franz las sie eiligst auf und lief damit heim, froh, daß er doch nicht ganz leer ausgegangen war!
Als der Apfelbaum geleert und Felix wieder herunter geklettert war, sah er sich nach Hans um. Ja, wo war der? Der stand, ganz in Gedanken versunken in der Ferne, unter einem Kastanienbaum. Felix und Gretchen gingen auf ihn zu.
»Hans, warum sammelst du nicht Äpfel, ist dein Korb schon voll?« fragte Felix.
Da erwachte Hans wie aus einem Traum und blickte um sich.
»Es sind keine Äpfel da,« sagte er.
»Natürlich nicht, wenn du unter dem Kastanienbaum suchst,« sagte Gretchen lachend, »was tust du denn da?«
Das wußte der Hans selbst nicht recht. Er mußte immer an Frau Reinwald denken und an den neuen Anzug und mußte sich besinnen, wie er das alles daheim der Großmutter auf die Tafel schreiben könne.
»Schreibt man ›Anzug‹ mit ›h‹?« fragte er. Gretchen lachte.
»Du schreibst doch jetzt nicht, was willst du denn?«