»Er wird daheim seiner Großmutter etwas aufschreiben wollen, gelt Hans?« sagte Felix, der sich schon auskannte.

Hans nickte.

»›Ahnung‹ schreibt man mit ›h‹,« sagte Gretchen, »aber vom ›Anzug‹ weiß ich's nicht gewiß.«

»Das ist auch einerlei,« meinte Felix, »die Großmutter versteht's schon.«

»Ja, aber wissen möcht man's doch!« beharrte Hans.

Felix und Gretchen waren aber jetzt gerade nicht so wißbegierig.

»Komm lieber zum Apfelbaum,« sagten sie und zogen ihn fort.

Es wurde sechs Uhr, bis die Kinder endlich alle mit reich gefüllten Körben abzogen und bis Gretchen ihre beiden Freunde mit hinaufnehmen konnte, um ihnen die Bücher zu geben. Hans bedankte sich diesmal, ehe er sein Buch nur recht in den Händen hielt und wollte mit seinem Schatz unter dem Arm gleich wieder gehen. Felix aber hatte das seinige aufgeschlagen und nun fiel sein Blick auf ein Bild, das eine Löwin darstellte mit ihren Jungen. Wie gebannt sah er auf das Bild nieder und dann rief er in hellem Jubel, auf die Löwin deutend: »Das ist Minka und dieser Kleine da ist Nero, mein Nero, o mein Nero!« und man wußte nicht mehr recht, ob Felix lachte oder weinte vor Freude.

Frau Reinwald war ganz gerührt.