- ke mit Bindelaut: Tedike, Reinicke, Reinecke;
ohne Bindelaut: Reinke, Wilke; - k: Tieck —
verhochdeutscht - ch (ich, ig): Dedich, Rüdig.
Daneben finden sich
- ken: Tiedken, Wilken, welches hierher gehört, sofern es aus dem alten kin (ikin) abgeschwächt ist. Doch ist es in vielen Fällen genetivische Bildung (s. das [folg. Kap.]). Die hochdeutsche Form
- chen, die bei den Appellativen zur Herrschaft gelangt ist, findet sich gerade bei Eigennamen auffallend selten: Nöldechen (Didtgen).
Friesisch lautet die Verkleinerungsform je: Meisje (Mädchen), Pottje (Töpfchen); so auch in Familiennamen
- je: Detje, Bätje.
Diese Verkleinerungen bewirken in der Regel, wie aus den obigen Beispielen ersichtlich, den Umlaut, wegen des ursprünglich in der Endung steckenden i (iko, ilo).
Außer diesen beiden Hauptsuffixen, l und k, wird in Mittel- und Süddeutschland noch jenes dritte, nur in Eigennamen vorkommende gebraucht:
- z (altdeutsch izo, s. [S. 23]).
So wird aus Dietrich: Dietze, nachher einsilbig Dietz, aus Gottfried: Götze, Götz (vgl. Götz von Berlichingen), aus Ludwig: Lutze, Lutz, aus Heinrich: Heinze, Heinz — aber auch Heinitz (aus urspr. Heinizo, der Grundlage für alle drei Formen).