[31] Ruprecht, Die deutschen Patronymica, nachgewiesen an der ostfries. Mundart. Programm S. 14.

[32] Wir finden sie auch bei den Schweden (Torstenson), Norwegern (Björnson), Dänen (Thorwaldsen), Isländern (Sturluson), Engländern (Wilson, Robinson, Thomson). Im Schottischen entsprechen die Namen mit Mac (M’): Mac Gregor (Sohn des Gr.), Macdonald; im Irischen die mit O: O’Connel.

[33] Becker S. 15. Reichel, Die deutschen Geschlechtsnamen. Marburg (Steiermark). Programm. Auch in den Lippischen Familiennamen erscheint als häufig gebrauchte Patronymikalform neben -ing die Silbe -er, vermittelt durch die Kolonatsnamen, die, vom ersten Besitzer entlehnt, an dem Grundstück haften blieben und auf die Nachfolger übergingen, z. B. in Hakedahl: 1488 Henke Druden, 1523 Henke Druding, 1538 de (= der) Drudener — jetzt Drüner. Während man aber bei „Henke Druding“ noch eher an den Sohn der Drude dachte, hat „der Drudener“ schon mehr den Begriff des Inhabers des Hofes der Drudings und damit den eines Repräsentanten der Familie angenommen. (O. Preuß, Die Lippischen Familiennamen S. 15 f.)

[34] Vgl. Johannes Vorn Hesen 1530 (d. i. Frauen Hedwig Sohn); Gisilbertus, filius Odilie 1036; Rudolf et Ulrich filii Adelheidis 1149.

[35] Auf süddeutschen Schulen sogar Hómer, Hóraz, Vírgil.

[36] Vgl. W. Wackernagel, Die Umdeutschung fremder Wörter. 2. Ausg. 1863. S. 32 ff., 36 f.

[37] Die Scheidung nach den Mundarten ist hier schwierig und nicht immer streng durchzuführen. So findet sich Nickel, welches Vilmar, Namenbüchlein S. 6 als hochdeutsch bezeichnet, auch im Niederdeutschen, hinwieder Klas (wovon Klasl) auch im Oberdeutschen (Bayrischen). Jochen, wie nach Vilmar der Hochdeutsche den Namen Joachim abkürzen soll, ist dem pommerschen Landmann die gewohnte Form.

[38] Hieronymus: in Sachsen Gruner, in Holstein Harms, in der Schweiz Ronus, Rones, Roni, Muss, Müssi, in Hessen Grolmann (nach Becker S. 19). Am wenigsten hat sich von der ursprünglichen Form entfernt der Name Kronymus, den Fröhner aus Karlsruhe anführt.

[39] Vgl. das Mittelhochdeutsche, wo die lateinische Endung us bei Namen regelmäßig in es abgeschwächt wird: Philippes; auch Liborius und Liborghes als Vornamen bei Klempin.

[40] Pauli I. S. 11: „In meiner Vaterstadt wurden die Kinder des Konrektors sowie die des Kantors nicht mit ihren Familiennamen Richter, Müller bezeichnet, sondern fast ausschließlich als Minna Konrektorn, Julius Kantor usw.“