Abb. 138. Coburg um 1650 (nach dem gleichzeitigen Stich von Merian).
Abb. 139. Coburg.
(Nach einer Photographie von Sophus Williams in Berlin.)
Abb. 140. Feste Coburg.
(Nach einer Photographie von Sophus Williams in Berlin.)
Abb. 141. Das Reformatorenzimmer in der Feste Coburg.
Heldburg. Rodach.
Aus der fruchtbaren leichtgewellten Keuperfläche ragen hier und da Basaltkegel empor. Auf einem derselben erhebt sich die buchenumrahmte Ruine Straufhain, die zuerst im XII. Jahrhundert genannt wurde, in der Nähe des Fleckens Streufdorf. Am Kreckbach liegt das stille Städtchen Heldburg (1100 Einw.), berühmt wegen der auf einer Basaltkuppe aufstrebenden Feste Heldburg, der »fränkischen Leuchte«, weil sie in hoher Schönheit weit hinausleuchtet in die fränkischen Gaue ([Abb. 135]). Im IX. Jahrhundert gehörte sie zum Stift Fulda, war eine kurze Zeit hennebergisch und gehörte seit 1374 den Wettinern. Im XVI. Jahrhundert wurde sie ausgebaut, verfiel aber nach dem dreißigjährigen Kriege und wurde erst in neuester Zeit wiederhergestellt. Der Hof ist außerordentlich malerisch, besonders der Teil mit den beiden Erkern in Renaissance ([Abb. 136]). Die von Hildburghausen über Stadt Heldburg führende Zweigbahn endet bei Friedrichshall, das eine berühmte Bitterwasserquelle besitzt. Von Straufhain zieht ein meist schön bewaldeter viel gegliederter Keuperrücken in weitem Bogen nach Südosten und Osten, von der Rodach und der Itz durchbrochen, die beide südlich dem Main zufließen. An der Rodach liegt das meiningische Städtchen Ummerstadt (800 Einw.), weiter oberhalb das durch Zweigbahn mit Coburg verbundene coburgische Rodach (1900 Einw.).