Jedermann glaubte es und traute seinen Worten, bis eines Tages einer von den Dorfleuten von ungefähr einen Sarg sah, der an das Ufer getrieben war; andere Leute kamen dazu, und sie nahmen den Sarg aus dem Wasser, und bald wußten sie, woran sie waren. Da sagten sie: »Morgen verlangen wir vom Hodscha das Geld für das Begräbnis zurück; mindestens muß er etwas nachlassen.«

Sie gingen zu ihm und setzten ihm ihre Forderung umständlich auseinander; aber der Hodscha antwortete ihnen, ohne sich erst zu bedenken: »Gott hat ihn zuerst für einen guten Menschen gehalten, aber er hat sich getäuscht; als er dann seinen Irrtum inne geworden ist, hat er ihn wieder heruntergeworfen.«

275.

EInes Tages kamen etliche Frauen an das Ufer eines Flusses, und sie wußten nicht, wie sie auf die andere Seite hinübergelangen sollten. Da kam der Hodscha heran, und der fragte sie: »Worauf wartet ihr?«

Sie antworteten: »Wenn du uns hinüberbringst, geben wir dir jede einen Asper.«

Augenblicklich legte der Hodscha Kleider und Hosen ab und stieg ins Wasser; und er trug eine nach der andern hinüber. Schließlich blieb nur noch eine alte Frau; die aber fühlte, wie er sie von dem einen Ufer ans andere trug, daß sie ein Gelüst ankam, und so sagte sie zu ihm: »Mir sind verliebte Gedanken gekommen, ich muß es schon gestehn; weißt du, wer ich bin, Hodscha?«

»Nun wer denn?«

»Ich bin die Mutter der Lust.«

»Und wenn du die Mutter des Imams wärest,« antwortete der Hodscha, »so würde mich das nicht abhalten, dich herzunehmen wie einen Mann.«

Er entblößte sie, brachte sie in die richtige Stellung und besprang sie verwegen; und mitten darin ließ er einen Wind. Sie sagte: »Was machst du da, Hodscha?«