Er antwortete: »Vor eitel Lust an dem, was du mir geöffnet hast, habe ich es an mir auch geöffnet.«
276.
ALs der Hodscha eines Tages mit seiner Frau einen Fluß entlang ging, fiel sie ins Wasser, und die Strömung riß sie fort. Augenblicklich begann der Hodscha flußaufwärts zu laufen; das fiel den Leuten auf und sie fragten ihn: »Was suchst du, Hodscha?«
»Meine Frau; sie ist ins Wasser gefallen.«
»Aber Effendi,« erwiderten sie, »flußaufwärts darfst du sie doch nicht suchen; der Fluß fließt ja hinunter und nimmt sie mit.«
»O nein,« schrie der Hodscha; »meine Frau hatte ein so widerspenstiges Wesen, daß sie entschieden aufwärts treibt.«
277.
EInmal hatte der Hodscha Nasreddin aus Ochsenfleisch Würste gemacht; aber es vergingen zwei oder drei Tage, ohne daß er auch nur etliche verkauft hätte, und so warf er sie alle den Hunden hin und sagte zu diesen: »In einem Monat werdet ihr mich bezahlen.« Als dann der Monat um war, fing er die Hunde und sperrte sie in einen Garten, um sie zur Zahlung zu zwingen.
Und man fragte den Hodscha: »Was willst du von ihnen? es ist doch unerhört, Hunde einzusperren, damit sie zahlen.«
»Sie haben meine Würste gegessen; warum soll ich nicht mit ihnen verfahren, wie es mein Recht ist?«