DEr Hodscha begegnete eines Tages auf seinem Heimwege einigen Taleb82, und zu denen sagte er: »Meine Herren, kommt zu mir essen, was es gerade gibt.«
Die Taleb sagten: »Recht gern,« und gingen mit dem Hodscha. Bei seinem Hause angelangt, lud er sie höflich ein, einzutreten; er ging in seinen Harem und sagte zu seiner Frau: »Weib, ich habe Gäste mitgebracht; gib uns Suppe.«
Sie antwortete: »Hast du etwas eingekauft und mitgebracht, daß du Suppe verlangst?«
Nun sagte er: »Gib mir also wenigstens die Suppenschüssel.«
Er nahm sie, ging damit zu seinen Gästen und sagte zu ihnen: »Entschuldigt mich, meine Herren, aber wenn wir Butter und Reis gehabt hätten, so hätte ich euch eine solche Schüssel voll Suppe vorgesetzt.«
112.
DEr Hodscha hatte einmal mit seiner Frau einen Streit; er ließ sie stehn und ging sich im Keller verstecken. Ein paar Tage später kam eine Sklavin des Hauses in den Keller und fand dort ihren Herrn.
Sie fragte ihn: »Was machst du da, Effendi?«
Und der Hodscha antwortete traurig: »Ich bin in die Verbannung gegangen und habe mich, um nicht mehr gequält zu werden, entschlossen, nie mehr in die Heimat zurückzukehren.«
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