EInes Tages saß der Hodscha ruhig zu Hause; da hörte er einen an die Tür pochen. Er rief: »Was willst du?«
Der an der Tür, ein Bettler, sagte: »Komm herunter.«
Alsbald stieg der Hodscha herab und fragte ihn, was er wolle.
Der Bettler antwortete: »Ich bitte dich um ein Almosen.«
Der Hodscha sagte: »Komm mit mir herauf.« Und als der Bettler mit ihm hinaufgestiegen war, sagte er zu ihm: »Ich habe kein Geld.«
Da sagte der Bettler: »Aber Effendi, warum hast du mir den Bescheid nicht unten gegeben?«
»Und du,« versetzte der Hodscha, »warum hast du durchaus haben wollen, daß ich herunterkomme?«
114.
DIe Frau des Hodschas war in den Wehen; schon saß sie seit einem oder zwei Tagen auf dem Gebärstuhl, ohne entbinden zu können. Da riefen die Weiber zum Hodscha hinaus: »Effendi, weißt du kein Gebet, damit das Kind herauskommt?«
Eiligst lief der Hodscha zum Krämer und kaufte Nüsse; damit ging er heim und sagte: »Laßt mich hinein.« Und er schüttete die Nüsse vor dem Stuhle aus und sagte: »So; das Kind wird sie sehn und herauskommen, um damit zu spielen.«