»Reiß es dir aus,« antwortete der Hodscha, »und du wirst Ruhe haben.«
»Aber Hodscha, ein Auge nimmt man sich doch nicht heraus.«
»Ich schwöre dir,« antwortete der Hodscha, »neulich hat mir ein Zahn wehgetan, und ich habe nicht früher Ruhe gehabt, als bis er ausgerissen war.«
137.
DEr Hodscha hatte einmal eine solche Menge Flöhe im Hause, daß er es endlich nicht mehr aushielt und das Feld räumte. Bald darauf sah er sein Haus von einem Brande verzehrt und von den Flammen vernichtet; darüber freute er sich, klatschte in die Hände und schrie: »Das Haus ist verbrannt! Endlich bin ich die Flöhe und die Mäuse los.«
Und bei diesen Worten lachte er aus vollem Halse.
138.
ALs der Hodscha einmal von Land zu Land reiste, bemerkte er eine große Schar von Frauen, die in Reihen hintereinander daherkamen. Er ging näher hin und fragte, was es gebe.
Man antwortete ihm: »Sie gehn eine Braut einholen. Das Mädchen und der Mann da, die von den Frauen umgeben sind, sollen heute Nacht ihre Sehnsucht stillen.«
»Allah, Allah,« rief nun der Hodscha, »ich habe viele Länder durchwandert, aber noch nie habe ich eins gefunden, wo es so viel Kuppler gäbe wie hier.«