So ging alles vortrefflich; selbst Lilly war wieder ganz vergnügt, sie war sogar sehr stolz, denn sie hatte mit einigen geschickten Schlägen ihre Kugel weit voran gebracht. Sie lag eben wieder sehr schön vor ihrem Reifen, als Paul, der Anführer der Gegenpartei, dieselbe traf und mit einem kräftigen Schlag ziemlich weit fortschickte.

Da warf Lilly einfach ihren Hammer hin; sie sagte: „Ich spiel' nicht mehr mit!“ und setzte sich schmollend in einen Winkel. Tante Toni sah ihr ganz überrascht nach, Paul aber sagte ärgerlich:

„Ja, so macht sie's immer. Wie ihr etwas nicht nach dem Kopf geht, dann läuft sie fort und verdirbt einem das ganze Spiel.“

„Soll ich hingehen und sie zu versöhnen suchen?“ schlug der gutmütige Philipp vor.

„O nein“, antwortete Tante Toni, „das wäre ganz verkehrt; dann würde sie es bei der nächsten Gelegenheit gleich wieder so machen. Nein, wir lassen sie ganz ruhig in ihrem Schmollwinkelchen sitzen, und Rudi kann für sie einspringen. Magst du, Rudi?“

„Aber wie gern, Tante Toni!“

„Ach nein, der Rudi spielt gar zu schlecht“, knurrte Otto.

„Aber Otto, das kann dir doch nur angenehm sein, er ist ja dein Gegner!“

„Ach, das ist ja überhaupt gar keine Ehre mehr, gegen solch einen Gegner zu gewinnen!“

„Ich spiel' gar nicht so schlecht, Tante Toni, du wirst es schon sehen“, und Rudis eben noch vor Freude strahlende Augen füllten sich mit Tränen.