„Wirklich? Das ist aber schön und das freut mich; später gehe ich auch mit dir hinauf, und dann muß Minnichen es mir vorsagen.“

Jetzt kam Mariechen mit der großen Kaffeekanne. „Darf ich dir einschenken, Tante?“

„Gewiß, Mariechen! Ich danke dir. Aber wo sind denn die Papas?“

Kurt antwortete: „Papa und Onkel Helmer wollten ein bißchen spazieren gehen; sie werden aber nicht weit gekommen sein, denn es fängt gerade an zu regnen.“

„Und Onkel Robert?“

„O, der Papa hat heute wieder arg viel zu tun“, erklärte Lilly wichtig. „Erst mußte er noch einen großen Artikel für seine Zeitung schreiben, und dann wartete er auch noch auf verschiedene Leute, mit denen er zu sprechen hat.“

„Also nicht einmal den Sonntagnachmittag kann er sich frei machen!“

Frau Wulff flüsterte ihrer Schwester halblaut zu: „Der arme Robert ist wieder arg angegriffen worden. Er wird schließlich doch noch zu Gericht gehen müssen, um Ruhe zu bekommen.“

Otto hatte die Ohren gespitzt und einiges verstanden. Ärgerlich rief er aus: „Ich möchte, Papa jagte die ganze Zeitungsgeschichte zum Kuckuck und er würde etwas anderes als Redakteur!“

„Aber Otto, wie kannst du so etwas sagen! Du weißt doch, daß dein Vater der Anführer und Leiter der Katholiken hier ist. Ich wüßte niemand, der ihn ersetzen könnte, wenn er sich zurückziehen wollte.“