„O, der wird schon wollen!“ versicherte Anna in überzeugtem Ton.
„Ich bin noch nicht gefragt worden“, meldete sich nun Lilly.
„Also, Lilly, leg' los! Ich wette, du wirst eine alte Jungfer!“
Lilly warf ihrem Vetter Paul einen sehr entrüsteten Blick zu und entgegnete: „Fällt mir nicht ein, eine alte Jungfer zu werden – da heirat' ich doch noch eher einen von euch!“
„Ums Himmels willen, doch nicht mich?“ schrie Paul in komischem Entsetzen auf, und er streckte wie abwehrend die Hände aus.
„Nein, dich mag ich gar nicht, du bist mir zu grob – aber vielleicht den Philipp!“
Philipp machte ein äußerst verblüfftes Gesicht bei dieser Erklärung.
„Warum denn gerade mich?“ fragte er in kläglichem Ton.
„Du bist der gutmütigste von allen, und dich werde ich schon bald unter den Pantoffel kriegen“, erklärte Lilly mit einem siegesgewissen Blick auf ihren Vetter, der dasaß mit der Miene eines Opferlammes, welches zur Schlachtbank geführt werden soll.
Die andern schrien vor Lachen. Frau Wulff, welche gerade der Tante Luise Helmer eine neue Tasse Kaffee einschenken wollte, schüttete vor lauter Lachen daneben; Mieze hielt sich die Seiten und bog sich; Anna hatte sich verschluckt, und lachend, hustend und pustend verteidigte sie sich gegen ihre Brüder, die ihr allzu diensteifrig und kräftig ans den Rücken klopften.