„Genug, Kinder, genug!“ rief Tante Toni in den Tumult hinein; aber sie mußte selbst wieder von neuem lachen, und es dauerte noch eine kleine Weile, ehe sie fortfahren konnte: „Wir sind ja noch nicht fertig. Wer ist denn an der Reihe, gefragt zu werden?“
„Der Rudi, der Rudi!“ hieß es, und Otto fügte mit geringschätziger Miene hinzu:
„Den brauchst du gar nicht zu fragen, Tante Toni; der will Kutscher werden!“
„Ach, Otto, das hab' ich doch nur früher gesagt, als ich noch ganz klein war!“ verteidigte sich Rudi.
„Ei, was bist du denn jetzt? Bildest du dir vielleicht ein, du wärest schon groß?“
„Geh', Otto, sei nur still! Als du noch so ein kleiner Bubi warst wie hier das Leomännchen, da wolltest du auch Kutscher werden.“
„Aber Tante Toni!“
„Gewiß; ich war damals ja längere Zeit bei euch; und wie oft hast du deine hölzernen Pferdchen an meinen Stuhl gespannt und mich so in der Welt herumkutschiert!“
„Aber doch nicht wirklich, Tante Toni?“ fragte Leomännchen, der mit sichtlichem Interesse zugehört hatte.
„Nein, natürlich nur im Spiel. Und du, mein Leobübchen, du willst gewiß auch Kutscher werden?“