Viertes Kapitel.
Es wird spazierengegangen; man begegnet der alten Babett; Anna wird Prophetin und Rudi Schwanenritter.

Am nächsten schulfreien Nachmittag waren wieder alle Kinder im Wulffschen Garten versammelt; sie waren zum Spaziergang gerüstet und warteten auf Tante Toni. Diese trat eben aus der Haustüre, die kleine Toni an der Hand führend.

„Was, soll die auch mit?“ rief Otto ärgerlich. „Warum denn nicht auch der Leo und das Minnichen und die zwei Jüngsten von Tante Luise? Ich könnte mich ja vor den Kinderwagen spannen!“

Klein Toni sah mit ängstlich flehenden Augen zur Tante empor. Diese sah etwas ärgerlich aus, als sie antwortete: „Ich habe Toni versprochen, sie mitzunehmen, und sie geht mit. Übrigens, mein lieber Otto, ich werde auch in Zukunft zu unsern Spaziergängen einladen, wen ich will, ohne dich erst um Erlaubnis zu fragen.“

Und sich dann an alle Kinder wendend fragte sie: „Wie steht es denn mit den Aufgaben? Seid ihr alle fertig?“

„Ja, ja, wir sind fertig!“ riefen mehrere Stimmen; nur die größeren Knaben und Mariechen hatten noch einiges zu lernen; aber Tante Toni meinte:

„Nun, da wir um 6 Uhr zurück sein werden, habt ihr diesen Abend noch Zeit zum Studieren. Aber Kurt und Philipp, was schleppt ihr denn da in den schweren Rucksäcken?“

„Ei, Tante, unser Vieruhrbrot!“

„Nun, da scheint mir aber Vorrat für ein ganzes Bataillon zu sein!“