„Aber da ist ja gar kein Tempelchen mehr!“ rief Tante Toni ganz enttäuscht.
„Ja, das fing an zu zerbröckeln, da hat man es einfach abgebrochen.“
„Die Aussicht ist ja auch zugewachsen!“
„Ja, aber komm, ich führe dich hier ganz in der Nähe auf einen Felsblock, von dem aus hat man einen wirklich schönen Blick.“
Und Paul führte Tante Toni an die bezeichnete Stelle. Als sie zu den andern zurückkamen, sagte Philipp: „Ich meine, wir könnten uns jetzt dort ins Gras lagern und etwas essen.“
„Was nicht gar!“ rief Tante Toni lachend. „Zum Essen ist es doch noch zu früh. Ich schlage vor, es wird erst eine Stunde gespielt, dann gefüttert und hernach weitergespielt, bis es Zeit ist heimzugehen. Ist es euch so recht?“
Alle erklärten sich einverstanden, und es wurde beschlossen, zuerst „Räuber und Gendarm“ zu spielen.
„Aber die kleine Toni kann nicht mitspielen“, erklärte Otto, „sie kann nicht gut laufen, und sie würde uns das ganze Spiel verderben.“
Toni schaute mit einem flehenden Blicke zu ihrer Patin auf, und schon rannen ein paar Tränen über ihre Bäckchen, da faßte Lilly sie an der Hand und sagte: „Doch, Otto, laß sie nur mitspielen; sie ist das gestohlene Kind, welches die Räuber versteckt haben und welches die Gendarmen suchen müssen. Komm, Toni, ich verstecke dich!“ Und sie sprang mit der schnell getrösteten Toni fort. Die andern folgten ihr, nur Mariechen blieb bei der Tante zurück.
„Wie, Mariechen, spielst du nicht mit?“