„O nein, Tante, gewiß nicht! Und der Weg dahin ist so schön und man muß tüchtig klettern!“

Alle Kinder waren gleich Feuer und Flamme für den Spaziergang, und es wurde beratschlagt, um wieviel Uhr man aufbrechen und was man alles mitnehmen müsse.

„Aber für Tonichen wird es doch zu weit sein – diesmal wirst du wohl zu Hause bleiben müssen.“

Klein Toni ließ betrübt das Köpfchen hängen, aber ihr Gesichtchen hellte sich gleich wieder auf, als ihre Mutter sagte:

„Tonichen bleibt heute bei mir, und wir werden uns schon gut zusammen unterhalten; nicht wahr, mein Kind?“

„Wirklich, Mama, darf ich den ganzen Nachmittag bei dir bleiben, und willst du mit mir spielen?“ Und ihre Äuglein glänzten vor Freude.

„Gewiß, mein Herzchen, ich spiele mit dir, erzähle oder lese dir vor – was du am liebsten hast. Und wir geben dabei zusammen auf die zwei Kleinen acht; denn Gretchen ist heute nicht da, sie darf ihre Mutter besuchen.“

„Der Rudi könnte eigentlich heute auch zu Hause bleiben, damit wir Großen doch mal unter uns sind!“ Und Otto, welcher dies gesagt hatte, reckte sich in die Höhe, um möglichst viel größer zu erscheinen wie Rudi.

Die andern machten alle ärgerliche Gesichter. „Man meint wirklich, du hättest hier etwas zu befehlen“, sagte Kurt. „Wenn der Rudi nicht mitgeht, dann bleib' ich auch daheim.“

Und: „Ich auch!“ „Ich auch!“ riefen Paul und Philipp, Mariechen und Anna.