„Frühling, Saint-Georges, unser alter Geliebter, da ist er ja wieder! Sprachen wir nicht von berauschenden Irrtümern, sprachen wir nicht von der Liebe? Frühling ist der schöne Irrtum des Sommers. Schließen wir ab. Der alte Adam in unsrer Hypothese wird sich einfach die neue Figur, in der er steckt, für seinen Gebrauch zurechtmachen, es wird nicht anders sein, als ein neues Bett.“
Saint-Georges nickte und bekräftigte nachdenklich:
„So ists, wir kommen nie und auf keine Weise aus unsrer Haut.“
Josef, sich zurückbiegend, betrachtete ihn prüfend, dann auch Bogner, sagte dann, leise und eindringlich:
„Lieben Freunde, ist das auch sicher? Wir müßten, vom Anfang bis an das Ende, bleiben, wo, wie und was wir sind?“
Maler Bogner hatte die Hände in den Manteltaschen, sah droben übers Dach hin, sog mit den Nüstern und meinte schließlich:
„Müssen, sagen Sie, müssen? Freilich ist alles festgelegt. Was aber, wenn Sie auch müssen, was hindert Sie, zu versuchen, was Sie nur wollen? Sie wissen ja nichts zuvor.“
„Sie wollen sagen,“ fragte Saint-Georges, „daß Sie ein Maler geworden wären, auch wenn Sie sich damals geduckt und nicht losgerissen hätten?“
„Im Gegenteil, gar nichts wäre ich geworden. Sondern es lag fest, daß ich es auf diese Weise werden sollte, und also wollte ich es.“
Georg fühlte sich zum Umsinken müde und reichte allen Herren die Hand, womit sein Wahrnehmungsvermögen für diese Nacht ein Ende nahm.