„Deutsche Herbstwälder, Benno, mein Gott ja, deutsche Herbstwälder giebts auch in Griechenland nicht! Goldgelbes Birkenlaub in flammend blauen Lüften ...“
„Ja, und ich dachte eben an die Ebene. Im September, wenn die weißen Morgennebel alles rings verschließen, und die Sonne bricht nun durch, und auf einmal ist da eine glühende, weiße, beleuchtete Hauswand, dann siehst du das Dach, und nun die Kronen von Obstbäumen, dunkelgrün, triefend naß, nun die roten Flecke der Äpfel, und am Zaun, der auf einmal aus den weißen Tüchern kommt, lehnt vielleicht ein ganz blaues Waschfaß ...“
„Herbstkräftig,“ murmelte Georg und fuhr lauter, damit Benno ihn hören könne, fort: „herbstkräftig die gedämpfte Welt — In warmem Golde fließen ...“
„Ach, ja, Georg, und die Dichter, glaubst du denn, daß je irgendwo die Dichter so ihr Land ausgesaugt hätten wie Eichendorff und Lenau, und wie Claudius und George? Wie war doch das noch: ‚Im Morgentaun — trittst du hervor —‘. Von George, ich weiß es nicht mehr, du lasest es vor ...“
Georg fuhr leise und seltsam schmerzlich fort:
„Den Kirschenflor
Mit mir zu schaun.
Duft einzuziehn
Des Rasenbeetes ...
Durch die Natur