„Der Deutsche redet am liebsten von Dingen, von denen er zwar nichts versteht, an denen sich aber sehr viel raten läßt, herumraten.“

„In Rußland allerdings“, biß Georg zu, „wird nur von Rußland geredet. Und wissen Sie,“ lachte er, „was das Deutscheste an unserm Gespräch ist?“

„Nun, sagen Sie’s schon.“

Das Telephon zirpte, Georg erhob sich. „Daß wirs hinterher kritisieren; oder wenigstens feststellen, wovon es gehandelt hat. Nun können wir ja noch —“ Das Telephon zirpte abermals — „feststellen,“ sagte Georg, indem er hinging, „daß wir festgestellt haben, daß der Deutsche gern feststellt —“ Lächelnd den Hörer abnehmend, über den Tisch gebeugt, sagte er: „Georg Trassenberg.“

„Grüß Gott, Georg,“ hörte er Esthers Stimme, wie es schien ein wenig matt. „Ist Sigurd da?“

„Grüß Gott, Esther! Ja, er ist hier. Wie gehts Ihnen denn?“

„Danke ...“ Das kam zögernd; danach nichts mehr.

„Augenblick, Esther!“ Georg reichte den Hörer an Sigurd, der noch am Tische saß.

„Ja, Esther. — — Nein, ich wollte heute erst später kommen. Was ist denn?“ — — Georg wanderte langsam bis vor den Pensieroso, Sigurd weiter hörend in Pausen: „Du sollst kommen? — Ja, dann fahr doch.“

Georg — sonderbar härtlich hatte das Letzte geklungen — wagte es, den Kopf ein wenig zu drehn, allein Sigurd — er war aufgestanden — drehte sich fort.