„Keine Widerworte,“ sagte Herzbruch, „du —“
„Nein, wenn ich doch sage,“ versicherte Klemens, „ich hab anderthalb Pfund Bananen ge—“
Bananen? Ob das Essen wäre! „Nichts da“, sagte Herzbruch, Klemens aber beharrte: „Na, Höllenelement, ich will aber nichts fressen!“
„Oh la la —“ sagte Irene wie zu einem Kutschpferd, „schreit er immer so, Otto?“
Herzbruch drehte sich halb nach ihr um, sagte dann: „Ja.“ Darauf zu Klemens: „Sag mal, hast du eigentlich keinen Mantel? Hör mal, du bist ja klatschnaß! es schneit wohl wieder?“
Klemens lachte und erklärte, seinen Mantel hätten sie ihm unterwegs weggenommen. „Da war so ein Knabe, weißt du,“ sagte er, „kam aus Kiew, war ausgewiesen, wollte nach England und ließ sich so von einer jüdischen Gemeinde zur andern bugsieren, war aber leider das Frieren nicht gewohnt wie ich.“
Irene, die den Männern den Rücken zudrehte, sagte halblaut zu Renate, die vor ihr stand: „Der ganze heilige Martin auf Ottos Kosten“, und drehte sich weg. Herzbruch zog seinen Freund in einen der Sessel am Kamin und setzte sich zu ihm. „Ja, nun also schlafen,“ riet er, „Irene —“
Das würde kaum gehn, sagte sie obenhin, Jason bliebe doch natürlich hier bei dem Wetter, wie immer, und im andern Zimmer hinge Doras Kinderwäsche zum Trocknen. Herzbruch sagte, dann würde die eben abgenommen.
Das Mädchen sei schon schlafen gegangen, es wäre zehn Uhr.
Klemens lehnte sich derweil hintenüber und wollte sich lautlos ausschütten vor Lachen, als ginge der Streit gar nicht ihn an. Herzbruch schwieg eine Weile, sah seine Frau mißtrauisch an, bemerkte dann kurz: „Also sorge bitte für eine Decke für mich, er schläft in meinem Bett. Bring auch was zum Trinken mit.“