Er wandte sich weg und murrte, sie habe wohl vergessen, daß sein Schlafzimmerfenster auf den Garten hinausgehe, und das schien Renate eine so dumme Ausrede, daß sie lachte und sagte: „Es ist doch Sommer, Erasmus, da trage ich nur Weiß und doch nicht immer dasselbe Kleid!“
Auf einmal war sie mutig geworden und wagte die Bitte, ob er nicht auch in den Garten kommen wolle, Herzbruch komme nachher, um seine Frau zu holen, der sei doch ein alter Freund von ihm, was der denn denken solle.
„Sag, daß ich arbeite!“ schnob er, jedoch nicht unsanft.
„Erasmus,“ sagte sie, „das ist nicht wahr.“
Er stand am Papierkorb, hatte den Pfeifendeckel aufgeklappt und rührte mit Irgendetwas in der Asche, die herausfiel. So gut und dumm ist er, dachte Renate, nun fällt ihm wahrhaftig nichts ein, seine Stirn ist ganz runzlig vom Nachdenken, und die Augen quellen heraus.
„Wo ist dein Onkel?“ knurrte er endlich, ohne aufzusehen, blies in die Pfeife und schüttete den Rest heraus.
„Erasmus, müssen die Dinge denn mit Gewalt immer noch schärfer und eckiger gemacht werden?“
Er klappte die Pfeife zu, legte sie auf die Tischplatte, sah auf und sagte ruhig:
„Geht nur, geht, es nützt ja nichts.“
„Erasmus!“ — bat sie, aber es war nichts mehr mit ihm anzufangen, er schob Bogner zur Tür, und sie ging mit gesenktem Kopf und rasch an Beiden vorüber hinaus.