Die beiden krassen Füchse, der jüngere Ellerau und von Germersheim, kamen hereingeschlendert und fragten Georg zum siebenten Male, wie er sich fühle.

„Ich habs euch schon sechs Mal gesagt: glänzend! Macht bloß, daß ihr weg kommt; nicht wahr!“ schnob Georg und bewegte das Handgelenk noch einmal prüfend, ehe er Tozzi den dünn wattierten schwarzen Seidenärmel über das Ganze ziehen ließ.

„Gib mal Speere her, Rudi!“ befahl er dann. „Ellerau, geh mal fragen, wer auf Gegenseite sekundiert. Hoffentlich nicht Everdingen, der fällt immer — was ist, Tozzi?“

„Nichts. Du kannst aufstehn.“

Georg erhob sich. „Die ekelhafte Hose klemmt immer so!“

„Man sollte nackt fechten“, hörte er Tozzi hinter sich. — Rudi, mit zwei Mensurspeeren in den Händen vor ihn tretend, meinte lachend: „Baden muß man ja sowieso hinterher.“

„Hol einen Schurz, Rudi, und red nicht, eh du gefragt wirst.“ Georg führte abwechselnd mit jeder der beiden Klingen in den kürbisgroßen, blauweißschwarzen Blechkörben ein paar Lufthiebe, und trat zurück, da sein Gegner, fix und fertig gerüstet, den Arm auf der Schulter eines Korpsbruders hereinkam und sich verbeugte, ein mittelgroßer, schwerer Mensch mit gedunsenem Gesicht, aber friedlichen kleinen Augen.

Während Tozzi ihm dann den von Germersheim gebrachten großen Lederschurz vorhängte, der, steif wie ein Panzer, eine neue Wolke beißenden Schweiß- und Blutgeruch ausströmte, fragte er, in Georgs Rücken festschnallend: „Hast du noch irgendeinen Wunsch? Fürs Sekundieren mein’ ich?“

„Ich wüßte nicht ...“ Da kam Ellerau zur Tür herein. „Also wer sekundiert drüben?“ fragte Georg halblaut.

„Altenburg soll er heißen.“