„Und die schönsten Dinge, Georg,“ sagte er plötzlich mit Eifer, „die schönsten Dinge der Welt giebt es doch nur in Deutschland.“
„Zähle auf, Benno, zähl auf!“
Benno schöpfte tief Atem.
„Eine deutsche Sommernacht“, sagte er.
„Ja, Benno, da hast du recht. ‚Wenn die Brunnen verschlafen rauschen‘, nicht wahr? Und Kornfelder im Mondschein und silberne Ritter von Thoma auf allen Hügeln, die Wache halten. Oder — nein so, Benno: Eine Mondnacht ... Ein Stück weißer Straße — und eine weiße Hauswand mit dunklen Fensterscheiben, Gartenmauer, weiß, und darüber die dunklen, schweren Baumwipfel, in denen der Nachtwind rieselt — rieselt —, nun hier — nun da, nun rauschend, nun ganz leise nur — knisternd, daß du fast die einzelnen Blätter sehen kannst, die sich wenden ...“
„Ja, Georg! ja!“
„Und — — kennst du das von Rilke:
Und dann ein Rauschen und ein Ruf der Ronde,
Und eine Weile bleibt das Schweigen leer,
Und eine Geige dann ...