„Ich sagte,“ wurde Jason wieder hörbar, „es sei außerordentlich natürlich für dich gewesen, eines Tages zu heiraten.“

„Ach, Jason, ist heiraten natürlich oder unnatürlich vielleicht?“

„Unnatürlich, Ulrika, ganz gewiß, denn man spricht von natürlichen Kindern.“

Renate, während die unten herzhaft lachten, biß sich auf die Lippen, um nicht laut zu werden.

„Ist Bogner in der Kapelle?“ fragte Ulrika. Einer von den beiden Andern mußte wohl genickt haben, denn sie sagte gleich darauf: „Er muß morgen wieder in die Haide, ich weiß nur noch nicht, wie ichs anstelle, er sieht ja schauerlich aus. Ich werde ihm alle Pinsel in Ölfarbe stecken.“

„Du bist doch ein glücklicher Mensch, Ulrika“, sagte Jasons Stimme.

„Hünde,“ sagte Ulrika, „Hünde, hörte ich einmal ein kleines Mädchen sagen, sind doch glückliche Menschen!“

Es gab wieder ein kleines Gelächter. „Glücklich?“ kam nach einer Weile Ulrikas Stimme. „Ja, da fand ich Hölderlins Gedichte oben auf dem Tische und darin die Worte, — er sagt vom Menschen: „Daß er verstehe ...“ Wie heißt es genau, Jason?“

„Alles lerne der Mensch, sagen die Himmlischen,

Daß er, kräftig genährt, danken für alles lern’