Er setzte sich härter und gerader fest. „Wenn es einen giebt, muß er schon so groß sein, daß er sich um uns nicht bekümmern kann!“ sagte er verächtlich.
„Wirklich, ach! Was du nicht sagst!“ rief sie entschlossen, jetzt ganz leicht zu reden. „Ich glaube, an dieser Stelle hättest du getrost auch weiter denken können.“
„Wieso?“
„So groß“, sagte sie, „kannst du dir Gott denken, daß er deiner nicht achtet. Warum dann, Erasmus, warum nicht noch um so viel größer, daß er deiner doch achtet? Wie wird denn die Größe bei dir gemessen? Wäre das nicht erst wahrhaft Größe: so groß — und doch deiner achtend?“
„Das wäre!“ sagte er tief und sah sie mit Staunen an. „Das läßt sich ja begreifen!“
„Und das Unendliche,“ fragte sie voll Hast weiter und innerlich schon triumphierend: „wenn es das giebt, hat es einen Anfang? oder ein Ende?“
„Nein.“
„Kannst du also am Anfang oder Ende stehn?“
„Nein.“
„Also wo!“