„Es war ja schon das zweite Mal,“ sagte er leise; „wenn wir uns sehn, geraten wir aneinander, so oder so. Ja, wie bin ich denn hier hereingekommen?“ fragte er, stecken bleibend.

„Ich vermute,“ sagte Jason ruhig, „Sie wollten eigentlich ins Herzbruchsche Haus, und da Sie an diesem vorüberkamen, sind Sie in Ihrer Verwirrung hineingegangen, weil Sie’s kannten.“

„Das wird es gewesen sein“, versetzte er stumpf.

Am Ende der Lindenallee tauchte Irene auf; im schwarzen, wehenden Kleid, kam sie leicht und schwebend daher.

„Hören Sie nur,“ sagte Klemens, der sie nicht sah, „ich habe sie immer geliebt. Aber das ging mich allein an, und sie haßte mich ja, ich sie auch wegen ihrer lächerlichen Lebensführung.“

Irene, nicht mehr weit von ihnen, blieb stehn, faltete die Hände unter der linken Brust, sah zugleich schmerzlich und beseelt und fast glücklich aus.

„Da hatten wir heut morgen wieder einen Zweikampf, oder mittags meinetwegen. Ich war den ganzen Vormittag draußen gewesen, um zum Großherzog zu gelangen, konnte nicht zu ihm und kam todmüde zu Herzbruchs. Da fingen wir wieder an, uns wegen dieses verfluchten Zeuges zu zanken, — es durfte ja keiner ohne Kostüm draußen herumlaufen, da bekam ich dies geliehn, und sie verhöhnte mich wegen meiner Teilnahme an dynastischen Festen, und da —“ Indem drehte er sich seitwärts und sah Irene dastehn.

„Ich war bei meinen Eltern,“ sagte Irene leise, „aber es ist niemand im Haus. Da kommst du wieder, und es ist wohl recht, und — da bin ich.“

„Zu mir?“ fragte Klemens entsetzt. „Da sei Gott vor! Und dein Mann?“

„Ich — du — zu meinem Mann schickst du mich?“ fragte sie leiser. „Und ich war doch schon da ...“