Schwer litt der Heiland. Sie sah es und konnte ihm nicht helfen.
Er bat zu trinken. Sein Herz verging in bittrer Pein.
Und sie konnte ihn nicht tränken, denn sie wagte nicht von dem Kreuze fortzugehn. Sie fürchtete, er könnte in ihrer Abwesenheit sterben.
Und der Himmel verfinsterte sich.
Gewitterwolken türmten und ballten sich am Himmel. Eine tiefschwarze Wolke hing über der Stadt. Und Funken sprühten über der Stadt, als brenne oben in den Wolken ein mächtiger Feuerherd.
Das Gesicht des Heilands am Kreuz verzerrte sich. Es war ganz bleich.
Die Haare klebten an der Stirn.
Und seine Stimme ertönte vom Kreuze:
„Mein Gott, warum hast du mich verlassen!“
Und das Blut rann über sein Antlitz und verschloß ihm den Mund.