In dunkeln Winkeln, in muffigen Löchern lauerte der Verrat.

Und die letzten Stützen, die tiefsten Grundlagen des Lebens wurden unterwühlt.

Sprengstoffe wurden in ungeheuren Mengen angefertigt.

Keine andere Ware ließ sich so leicht absetzen wie diese. Tagaus, tagein wurde sie in Massen verkauft und gekauft, wie in früheren Zeiten Streichhölzer.

In dunkeln Winkeln, in muffigen Löchern erwürgte und erstach der Freund den Freund.

Die blutgetränkten Straßen wurden überall neu gepflastert. Die glühende Sonne sog die blutigen Dünste aus dem Boden, und der berauschende, betäubende Blutgeruch erfüllte die ganze Luft.

Friedliche Gassen, vom Rausch gepackt, gerieten in Raserei und zerfleischten in tobender Wut Frauen und Kinder. Das Blut klebte an den Hufen der Pferde, und auch die Pferde wurden toll.

Draußen aber vor der Stadt auf den Feldern wogten rote Ähren, und es reifte ein blutgedüngtes Korn, das die Menschen vergiftete.

Hier und da tauchten Tote in den Straßen auf. Sie redeten ihre Bekannten an, mischten sich in das Alltagstreiben, als wären sie noch lebendig.

Die Lebenden aber verließen ihre Häuser, als wenn sie schon tot wären, und begaben sich nach den Friedhöfen und suchten Unterkunft im Reich der Toten, richteten sich in Grüften und Särgen häuslich ein.