Auf die Koljadka folgt der Kasatschok. Fedorka tanzt famos. Und sie tanzt bis zum Umfallen, bis Sascha sich die Pfötchen wund geklatscht hat.

Zur Bescherung kommen auch die Nachbarskinder, die Bruchs, denn außer der Manja gibt’s da noch gute zehn Stück. Sascha macht mit ihnen, was sie will: sie läßt sie singen und tanzen und singt und tanzt selber mit, dann gibt sie ihnen ihre Geschenke und schickt sie nach Hause.

Zu Sylvester spricht Sascha den Segen.

„Heiliger Sylvester, liebster, bester, mach uns stark, gib uns Butter und Quark. Ist die Suppe weg, so gib uns Speck, gib uns Mehl und Honigseim, das tragen wir alles heim!“

So klingt es vom frühen Morgen bis zum Abend.

Am Neujahrstage aber, wenn Sascha „sät“, wird ebenso oft der Neujahrssegen wiederholt:

„Herr Gott im Himmel, segne die Saat, daß dein Volk was zu essen hat! Frohes Fest, glückliches Neujahr!“

Zu Weihnachten geht’s munter zu, — es ist eine „makige“ Zeit.

Die Großmutter spielt im langen Winter viel mit Sascha. Morgens fahren sie die Puppen im Saal spazieren und geraten bald ins Eßzimmer, bald ins Schlafzimmer, bald ins Kabinett, bald in die Bibliothek, denn es sieht im Saal immer so nach Regen aus. Und jedesmal werden die Fahrgäste ausgeladen und dann wieder in den Wagen gesetzt. Und dann muß das Essen für die Puppen bereitet werden und sie müssen alle abgefüttert werden. Die Puppen tanzen, gehen in die Schule, werden krank, laufen davon. Und überall muß man aufpassen, immer muß man zusehen, daß die Puppen zufrieden sind.

Kaum ist es draußen ein bißchen wärmer geworden und der Schnee im Garten beginnt sich grau zu färben, so bittet Sascha schon um Erlaubnis, auf der Heuwiese spazieren gehn zu dürfen, und dann träumt sie vom Sommer, wo — so meint Sascha — auch Großmutter ganz jung sein und im Garten herumhüpfen wird.