Der Türke lebte sich in Petersburg ein, wie die andern Türken, die „Schopftürken“ —so nannte Abdul Achads Zimmerwirtin die Sphinxe an der Nikolaibrücke — sich an die kalte Newa, an den bleichen Himmel, an den Rauhreif und an den Petersburger Wind gewöhnt hatten.
Der Türke fand es immer heiß und knöpfte seinen kostbaren Pelz nie zu.
„Natürlich,“ hieß es, „ein Türke.“
„Der Türke, der Türke!“ wurde Abdul Achad mit frohem, freundlichem Lachen auf der Straße begrüßt.
Aber der Türke war launisch: heute konnte er lustig sein, und tags darauf war er traurig; heute erzählt er die tollsten Geschichten und macht die abenteuerlichsten Pläne, und morgen sieht man nur das Weiße seiner Augen.
Und alle kennen das — sie kennen sein Lachen und seine Tränen und sie liebkosen den Türken, wenn er weint.
„Lieber Türke, laß doch!“ — Und sie streicheln ihn wie eine Katze.
Zu Weihnachten tanzte der Türke auf Maskenbällen und nach Weihnachten setzte er sich an die Kolleghefte.
Aber was ist das Kolleg für den Türken? Und was ist der Türke dem Polizeiwachtmeister?
Ganz unerwarteterweise kam der Türke eines schönen Tages nicht mehr nach seiner zwölften Linie und nicht zu den Schopftürken, den Sphinxen, an denen er sonst so oft vorübergegangen war, sondern an das Arsenal-Ufer in das Gefängnis von Kresty.