2.
Man gelangt auf sehr einfache Weise nach Kresty.
Auf dem Newskij gab es eine Straßendemonstration. Unter den Demonstranten befand sich auch der Türke. Wie wäre eine Demonstration ohne den Türken möglich gewesen? Bei Demonstrationen trifft man eine Unmenge Bekannte und es ist sehr lustig, wie auf keinem Ball, keiner Maskerade.
„Der Türke! Der Türkei“ riefen die Kameraden freudig, als sie Abdul Achad zu Gesicht bekamen.
Und anfangs ging alles sehr nett und lustig her, aber vor dem Rathause hatte die Polizei den Demonstranten eine Falle gestellt, und nun gab es Knuten- und Säbelhiebe.
Der Türke ist alles, was ihr wollt; er ist nicht erst in der Quinta, sondern schon in der Sexta Familienvater gewesen; das ist alles wahr. In China war er allerdings nicht, wenn er auch sehr schön von lebendig gebratenen Fischen zu erzählen weiß, die ihm irgendein vornehmer Chinese vorgesetzt haben soll. Aber der Türke ist ein Ritter, der Türke kann es nicht zulassen, daß ein hübsches Mädel, noch dazu eins, das er sehr gut kennt, von einem Soldaten mit dem flachen Säbel geschlagen wird.
Drei junge Studentinnen stürzten auf die Treppe des Rathauses, legten die Hände vors Gesicht und knieten nieder, den Soldaten den Rücken zukehrend. Ein Soldat stieg ihnen nach und begann sie der Reihe nach mit seinem schweren, harten Säbel zu schlagen.
Der Türke geriet in Raserei.
In der Menge lachte jemand laut auf und sagte etwas Kränkendes über die unglücklichen, geduldig unter den Säbelhieben knienden Mädchen. Und von allen Seiten tönte Geschrei und Gewinsel. Man stieß sich, rannte, stolperte, fiel.
Der schwarze Türke mit den schwarzen brennenden Augen lief nicht, wie die andern, er schrie nicht, wie die andern, er rollte nur seine großen brennenden Augen.