»Sie wird noch etwas ganz anderes anstellen«, sagte man von Sanofa: »Sie wird einen Hagel schicken und die Felder verwüsten, sie wird einen Blitz herabsenden und das Korn verbrennen, das Vieh umbringen, die Kinder erwürgen, die Weiber verderben, die Männer zugrunde richten, den Fluß austrinken, den Wald mit den Wurzeln ausrotten, weder die Kirche noch ein einziges Haus stehenlassen und selbst den letzten Holzspan nicht verschonen.«
»Sie wird es noch ganz anders treiben«, flüsterte man mit erstarrenden Lippen, »sie wird alle in Eulen verwandeln und in Erdlöchern zu leben zwingen.«
»Einen schwarzen Blick hat sie!«
»Eine verdammte Hand!«
»Eine verdammte Hexe ist sie!«
Foma und Jerjoma redeten den Leuten zu, der Hexe den Garaus zu machen; es fand sich aber kein Kühner: alle hatten viel zu kurze Arme.
Alle wichen Sanofa aus, auch Bruder und Schwester sagten sich von ihr los.
Jedes Unglück, das in Batyjewo vorkam, jede Sünde, alles schrieb man Sanofa zu.
Sanofa lebte nun mit ihrer Mutter allein.
Alle schielten ängstlich nach dem weißen Häuschen mit der blauen Tür und den blauen Fensterladen; man brach den Gesang ab und verstummte, wenn der Blick auf den spitzen Dachgiebel fiel, wo ein Storch wie ein Wachposten das Hexennest bewachte.