Es ist aber verboten, allzulange auf die Welt zu schauen. Die Lehrerin gibt einem jeden von uns ein Stück Talg. Wir schmieren uns damit die rechten Hüften ein, die Frauen binden ihre Röcke hoch, und nun beginnt der Abstieg: wenn man richtig eingefettet ist, gleitet man ganz leicht den Strick hinab.

»Hier unten gibt es doch sicher alte Fresken?« frage ich meinen Nachbarn, einen alten Mann in Aluminiumstiefeln.

»Ja, der Bau ist alt, sehr alt, stammt noch aus Kains Zeiten!«

Ein altes Mütterchen mit Mäusepfoten bekreuzigt sich.

»Es gibt hier allerlei Heiligenbilder«, sagt sie, mit ihrem einzigen Finger auf die Mauer zeigend, »geweihte und ungeweihte: das ›Waisenkind Jesus‹, die ›Vier Festtage‹ . . .«

Es hängen tatsächlich viele Heiligenbilder an den Wänden, und durch die kleinen, vergitterten Fenster, an denen wir vorbeigleiten, sind Mönche zu sehen.

Am Keller schleichen wir mit größter Vorsicht vorbei, denn wir fürchten hinunterzufallen.

»Wenn aber jemand zu Gott beten will?« fragt die Alte mit den Mäusepfoten.

»Alles hängt von Mirax Miraxowitsch ab«, sagt ein gehörnter junger Mann.

Wir drängen uns zusammen und geben uns Mühe, eine einzige kompakte Masse zu bilden, denn die Rothäute, die in den um den Keller