sagen, was sie will. Er verzehrte schnell sein Spiegelei, wischte sich nicht einmal den Mund ab und lief in den Schuppen zu der Truthenne. Er legte ihr das Ei unter den Schwanz und wartete der Dinge, die da kommen sollten. Die Truthenne sah aber gar nicht hin, als wenn da gar kein Ei läge, und dachte gar nicht daran, sich draufzusetzen.
Was ist denn das? Und wenn sie sich nicht hinsetzt?
»Setz dich, Truthenne, setz dich, bitte!« Petka kauerte hin, starrte auf die rosa Warzen der Truthenne und verharrte so, ohne zu atmen, ohne sich zu regen, von dem einen hartnäckigen Gedanken, dem einen heißen Wunsch, der einen Bitte beseelt: »Setz dich doch, Truthenne, setz dich, bitte!«
Die Truthenne blies sich auf und setzte sich auf das Ei, ja, ganz genau auf das Ei.
Und Petka kauerte noch lange vor ihr, wandte keinen Blick von der Truthenne, von dem einen hartnäckigen Gedanken, von dem einen heißen Wunsch beseelt . . .
Die Truthenne saß ruhig und fest auf dem Hühnerei.
Petka erhob sich leise, ging aus dem Schuppen und lief von hinten herum zu einem Spalt in der Wand. Er blieb am Spalt kleben: die Truthenne saß ruhig und fest auf dem Hühnerei.
Sollte er es der Großmutter sagen? Nein, Großmutter wird es schon selber sehen. Wie wird sie
sich freuen, wenn sie die Truthenne auf dem Ei sitzen sieht!
Petka stand den ganzen Tag Wache am Spalt: er paßte auf die Truthenne auf und wartete auf die Großmutter. Großmutter kam in den Schuppen, um der Truthenne ihr Futter zu geben.