»Gepriesen sei der Schöpfer!« flüsterte die Alte. Sie bekreuzigte sich, sie trippelte aufgeregt umher, sie traute ihren Augen nicht, sie konnte es einfach nicht begreifen: die Truthenne hatte ein Ei gelegt, die Truthenne saß auf einem Ei!

Am Abend nach diesem langen, wundervollen Tage legte sich Petka schlafen, auch Großmutter ging zu Bett. Petka drehte sich hin und her und konnte nicht einschlafen: er wartete immer, daß Großmutter etwas von der Truthenne sagen werde. Auch Großmutter wälzte sich immer von der einen Seite auf die andere: sie hatte große Lust, von der Neuigkeit zu sprechen, fürchtete aber, das Glück zu berufen.

Lange beherrschte sich die Alte, hielt es aber schließlich doch nicht aus. »Petuschok!« rief die Großmutter.

»Großmutter!« Der Schlingel begriff sofort, um was es sich handelte. Er tat aber so, als ob er ihr aus dem Schlafe antwortete.

»Du schläfst noch nicht, Petuschok?«

»Was willst du, Großmutter?«

»Der liebe Gott hat uns seine Gnade erwiesen!« Großmutter fing sogar zu lachen an und keuchte vor Freude. »Ein Ei! Die Truthenne sitzt . . .«

»Sie sitzt, Großmutter?«

»Ja, Petuschok, sie sitzt . . .« Großmutter sagte es mit schwacher Stimme und bekam einen Hustenanfall.

»O Großmutter, wir werden jetzt einen Truthahn haben, ein Hähnchen?«